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MSC Strategische Vorausschau angesichts großer Unsicherheit: "State Resilience and Failed States"

(Dezember 2016) Die Flüchtlingsströme, die Europa seit Herbst 2015 erlebt, entstammten zum größten Teil den durch Bürgerkriegen zerfallenden Staaten des Nahen Ostens. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird Europa in den kommenden Jahren erneut weitere Flüchtlingsströme erleben, deren Quellen primär in Afrika liegen werden. Nicht umsonst hat gerade die Bundesrepublik Deutschland inzwischen eine besondere Aufmerksamkeit auf die Zukunft afrikanischer Staaten und deren Potential zum "Failed State" gelegt.

In Hinblick auf die überwältigende Komplexität der heutigen politischen und ökonomischen Weltlage stellt die Methodik der Explorativen Modellierung und Analyse (Exploratory Modeling and Analysis (EMA)) ein mächtiges Werkzeug für die Strategische Vorausschau angesichts großer Unsicherheit (Deep Uncertainty) zur Verfügung, um Entscheidungsträgern in Politik und Unternehmen bei der Erarbeitung robuster Entscheidungen und Strategien zu unterstützen.

In Kooperation mit der Münchner Sicherheitskonferenz erstellt die SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH ein dynamisches Simulationsmodell zum Thema "State Resilience and Failed States", das ganzheitlich die Robustheit, Stabilität bzw. Fragilität afrikanischer Staaten analysieren kann. Integraler Bestandteil des dynamischen Simulationsmodells ist das komplexe und wechselseitige Zusammenspiel sozio-ökonomischer, politischer, ökologischer, technologischer und populationsdynamischer Größen eines Staates mit Aspekten von Governance und Korruption und dies mit besonderem Fokus auf Krisenprävention und Nation Building. Das dynamische Simulationsmodell läßt sich für alle Staaten der Welt anwenden.

Details finden Sie bitte hier.

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Visualisierung von Simulationsergebnissen für afrikanische Staaten (in Kooperation mit datenflug GmbH, Berlin)

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(Juli 2016) Ganzheitliche Strategische Vorausschau - Ein neuer Multi-Methoden-Ansatz zur Navigation der VUKA-Welt

SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH und das Bureau für Zeitgeschehen (BfZ) GmbH arbeiten künftig noch enger zusammen, um in einer zunehmend ungewissen Umwelt Entscheidungsfindung zu verbessern. Hierzu vereinen sie quantitative und qualitative Vorausschau-Methoden zu einem vollkommen neuen, leistungsstarken Vorausschau-Instrument.

Angesichts immer zahlreicher werdender Herausforderungen – wie zum Beispiel demografische Verschiebungen, rapide fortschreitende Urbanisierung, ökonomische und finanzielle Instabilität oder geopolitische Risiken – benötigen Politiker zunehmend leistungsstarke Vorausschau-Instrumente.

„In einer zunehmend volatilen, ungewissen, komplexen und widersprüchlichen Welt, kommt Entscheidungsfindung, die allein evidenz-basiert ist, rasch an ihre Grenzen“, sagt Dr. Thomas Arzt, Geschäftsführer von SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH aus Freiburg. „Um die Widerstandsfähigkeit sozio-ökonomischer Systeme zu erhöhen und Vorausschau trotz des Zustands tiefer Ungewissheit zu verbessern“, ergänzt Arzt, „ist es unabdingbar, die Datenpunkte von heute mit den potentiellen Risiken von morgen zu verknüpfen.“

Die Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden der Strategischen Vorausschau erlaubt es Kunden, buchstäblich durch tausende von „Was-wäre-wenn“-Szenarien zu navigieren, das Undenkbare zu denken und sich so mit Konsequenzen möglicher Entwicklungen auseinanderzusetzen. Auf diese Weise können im Falle des Eintretens durchdachter Szenarien die Reaktionszeit von Entscheidungen deutlich reduziert werden, beizeiten wirksame Gegenmaßnahmen entworfen und vielversprechende Entwicklungspotenziale frühzeitig gehoben werden. Kurzum: Trotz des Zustands tiefer Ungewissheit können robuste und proaktive Entscheidungen getroffen werden.

„Unser einmaliger Multi-Methoden-Ansatz verbindet die leistungsstärksten quantitativen Simulationstechniken, wie zum Beispiel „Exploratives Modellieren und Analysieren“, mit qualitativen Methoden der Strategischen Vorausschau“, erklärt Dr. Oliver Gnad, Geschäftsführer des Bureau für Zeitgeschehen (BfZ) GmbH mit Sitz in Berlin. „Wir sind uns sicher, dass diese einmalige Kombination von Vorausschau-Expertise bislang ungeahnte Chancen zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen eröffnet – sowohl in der Politik, wie auch im Privatsektor.“

Bitte laden Sie hier unsere Informationsbroschüre herunter.


(März 2016) Strategische Vorausschau angesichts großer Unsicherheit:
“The Syria/Refugee Complex”

In Hinblick auf die überwältigende Komplexität der heutigen politischen und ökonomischen Weltlage stellt die Methodik der Explorativen Modellierung und Analyse (Exploratory Modeling and Analysis (EMA)) ein mächtiges Werkzeug für die Strategische Vorausschau angesichts großer Unsicherheit (Deep Uncertainty) zur Verfügung, um Entscheidungsträgern in Politik und Unternehmen bei der Erarbeitung robuster Entscheidungen und Strategien zu unterstützen. Als Partner der Münchner Sicherheitskonferenz hat die SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH anläßlich des Munich Security Forums am 22. November 2015 in Schloss Elmau ein dynamisches Simulationsmodell zum Thema "The Syria/Refugee Complex" vorgestellt, das ganzheitlich die Flüchtlingsströme in Europa analysiert. In der Zwischenzeit sind einige Szenarien und Beiträge zur Strategischen Vorausschau angesichts großer Unsicherheit publiziert worden:

  • Ein Überblick über fünf mögliche Szenarien wurde am 17. März 2016 in „Der Welt“ veröffentlicht, siehe Publikation hier.

  • Ein Video mit fünf Szenarien auf dem Nachrichtensender N24findet sich hier.

  • Ein Radio-Interview am 19. März 2016 in “Deutschlandradio Kultur” zur aktuellen Flüchtlingskrise und dem Stand der Strategischen Vorausschau in Deutschland, siehe hier.

  • Ein weiteres Radio-Interview am 18. Mai 2016  in “Hessischer Rundfunk – hr2 Kultur” zur aktuellen Flüchtlingskrise und dem Stand der Strategischen Vorausschau heute in Deutschland, siehe hier.

  • Ein Simulations-Szenario im “ZDF Hauptstadtstudio – Berlin Direkt” vom 20. März 2016, siehe Beitrag hier.

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Generell läßt sich feststellen, dass es schwierig, wenn nicht unmöglich ist, robuste Strategien angesichts einer zutiefst unsicheren Zukunft und angesichts dynamischer Komplexität ohne ein dynamisches Simulationsmodell zu erarbeiten. Nach der Definition von Robert Lempert ist heute genau dann von einer „Tiefenunsicherheit“ (Deep Uncertainty) auszugehen, wenn sich Analysten bei einer gegebenen Problemstellung nicht einigen können auf: (1.) das konzeptionelle Modell, das die Beziehungen und Wechselwirkungen der Haupttreiber für langfristige Zukunftstrends beschreibt, oder (2.) auf die Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Kerngrößen und Parametern im Modell und/oder (3.) wie die Ergebnisse des Modells zu bewerten sind.

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Nach Peter Senge erkennt man „Dynamische Komplexität“ daran, dass Ursache und Wirkung bzw. langfristige Folgen von Strategien und Interventionen schwierig zu erkennen und abzuschätzen sind; Dynamische Komplexität entsteht u.a. durch die dynamische  Wechselwirkung von Systemen, Märkten, Institutionen, Produkten, Akteuren, Entscheidungen und Strategien (Policies). Konventionelle Werkzeuge der Vorhersage, Vorausschau und Planung versagen angesichts Dynamischer Komplexität, insbesondere bei Problemstellungen und Systemen, die zusätzlich durch „Tiefenunsicherheit“ (Deep Uncertainty) gekennzeichnet sind. Angesichts der „Tiefenunsicherheit“ der Zukunft wird die Suche nach robusten Strategien eine unlösbare Aufgabe. Strategische Entscheidungen können dann nicht mehr auf konventiell-traditionellen Vorhersagetechniken gründen, sondern bedürfen neuer Methoden zur explorativen Analyse potentieller Entwicklungen der Zukunft – dynamisch-explorative Simulationstechnologien sollten genau dann benutzt werden, wenn es um die Robustheit von Strategien angesichts des gesamten multidimensionalen Wahrscheinlichkeitsraumes, der die ungewisse Zukunft repräsentiert, geht. Die Explorative Modellierung und Analyse als heute modernster und innovativster Ansatz unterstützt Analysten und Entscheidungsträger nicht nur im Prozess der Strategischen Vorausschau in Hinblick auf die Ungewissheit und Unsicherheit der Zukunft, sondern verbessert auch die Strategiefähigkeit bei allen aktuellen Problemstellungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft und ihren potentiellen Entwicklungstrends in der Zukunft.

Die Explorative Modellierung und Analyse ist eine neue wissenschaftliche Methode zur simulationsgestützten Szenarientechnik mit speziellem Fokus auf die Analyse komplex-dynamischer Systeme „under Deep Uncertainty“. Sie erlaubt die effiziente Bewertung langfristig angelegter Strategien:

  • durch die schnelle Entwicklung explorativer  – und  relative einfacher – Modelle von sozio- ökonomischen Systemen

  • durch die Entwicklung eines “Ensembles möglicher Zukunftswelten” (tausende bis millionen Szenarien), erzeugt durch die systematische Analyse des kompleten multidimensionalen Wahrscheinlichkeitsraumes

  • durch die Analyse der Robustheit von Strategieoptionen

  • durch die Analyse  von Strategien innerhalb  des “Ensembles möglicher Zukunftswelten” zur Identifizierung von potentiellen Bedrohungen, Risiken und Chancen (auch für Krisen-früherkennung und Horizontabtastung) und ihrer Adaptionsfähigkeit auch angesichts extremer Systemlagen, Bifurkationen, Tipping Points etc.

Die Methodik der Explorativen Modellierung und Analyse ist bei War-Gaming-Projekten der SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH auch das Werkzeug der Wahl bei anderen komplex-dynamischen Aufgabenstellungen, wie zum Beispiel der Euro Krise, Bank Runs, Grexit, State Resilience/Failed States, globale Pandemie, Terror und Terrorabwehr, nationale Gesundheitssysteme, Alterung der Gesellschaft, Mobilität, globale Wertschöpfungsketten und Logistik, Nahrungsmittel/ Wasser Ressourcen und Energie.

MSC Open Situation Room: Syrien - Welchen Beitrag kann Deutschland zu einer politischen Lösung leisten?


(Februar 2016) Im Rahmen der 52. Münchner Sicherheitskonferenz hat die SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Dr. Thomas Arzt, am Open Situation Room (OSR) zum Thema "Syrien - Welchen Beitrag kann Deutschland zu einer politischen Lösung leisten?" teilgenommen. Der Open Situation Room ist als zeitgenössische Interpretation des ursprünglichen Situation Rooms zu verstehen, den U.S. Präsident John F. Kennedy 1962 als Abspracheformat für akute Krisensituationen geschaffen hat. Während sich im Situation Room die Binnenexperten einer Regierung versammeln, mischen sich diese im OSR mit externen, teils fachfremden Experten oder Praktikern. Der OSR soll dazu dienen, aktuelle Herausforderungen der deutschen Außenpolitik auf kreative Weise zu diskutieren und durch die diversen Sichtweisen der Teilnehmer neu zu beleuchten.

Projektidee und Umsetzung
Die Projektidee entstand während des Review Prozesses 2014, welcher die deutsche Außenpolitik auf den Prüfstand stellte und neue Formen der Öffnung und Zusammenarbeit beförderte. Gemeinsam mit dem Mercator Program Center for International Affairs (MPC) wird der Austausch zwischen Diplomaten und Zivilgesellschaft verstärkt, die Komplexität von Außenpolitik besser dargestellt und neue Denkansätze entwickelt. Im Laufe dieses Jahres finden zunächst sechs Veranstaltungen statt. Ein OSR dauert etwa drei Stunden. Zu Beginn skizziert eine Diplomatin oder ein Diplomat eine komplexe Krise oder aktuelle Problemstellung aus ihrem oder seinem Arbeitsumfeld. Anschließend sind die 30 bis 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgerufen, eigene Ideen und Methoden zur Bewältigung der skizzierten Fragestellung zu entwickeln. Sie produzieren im Austausch miteinander eine Vielzahl von Vorschlägen, aus denen sie drei bis fünf praktikable Beispiele kondensieren, die dann den Experten aus dem Auswärtigen Amt vorgetragen werden. Organisiert und durchgeführt nach modernen Moderationstechniken werden die interessantesten Ideen abgestimmt und ihre Machbarkeit bewertet. Die Vertreter des AA sind eingeladen, Ideen der Teilnehmer vor Ort zu kommentieren sowie sie für die interne Erwägung ins AA mitzunehmen.

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Ziele
Die deutsche Außenpolitik steht vor zahlreichen internationalen Herausforderungen und Krisen. Sie muss im Spannungsfeld von nationalen Interessen und Erwartungen und internationaler Verantwortung handeln. Jenseits der klassischen Zuständigkeiten, Expertisen und Hierarchien wollen Experten des Auswärtigen Amtes gemeinsam mit den Teilnehmern kreative Ideen für Handlungsoptionen entwickeln. Der Open Situation Room (OSR) dient dabei als Werkstatt. Der erste OSR fand am 16. November 2015 in Essen statt und befasste sich mit der aktuellen Flüchtlingskrise und dem Ringen um außenpolitische Antworten hierauf. Der zweite OSR fand am 12. Februar 2016 im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz statt. Dort diskutierten rund 45 Bürger und Experten der Münchner Sicherheitskonferenz die Frage "Syrien - Welchen Beitrag kann Deutschland zu einer politischen Lösung leisten?". Als Inputgeber waren Dr. Thomas Bagger, Leiter des Planungsstabs im Auswärtigen Amt, sowie Dr. Stefanie Babst, Leiterin des Planungsstabs in der NATO dabei. In einer interaktiven und konstruktiven Diskussion bewerteten und diskutierten die Inputgeber die Lösungsansätze der OSR Teilnehmer.

Quelle: Mercator Program Center for International Affairs (MPC) www.mpc-international.org

MSC Dynamische Simulation "under deep uncertainty": "The Syria/Refugee Complex".

(Dezember 2015) Als Partner der Münchner Sicherheitskonferenz hat die SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH anläßlich des Munich Security Forums am 22. November 2015 in Schloss Elmau ein dynamisches Simulationsmodell zum Thema "The Syria/Refugee Complex" vorgestellt. Dieses Simulationsmodell umfasst in einem holistischen Ansatz die gesamte Komplexität der Flüchtlingsströme von Syrien über die Türkei und von dort über die Balkan Route durch alle europäischen Länder bis nach Schweden und ermöglicht daher detaillierte What-If- bzw. War Gaming Szenarien in Hinblick auf die zu erwartenenden Flüchtlingsströme für die nächsten fünf Jahre. Das dynamische Simulationsmodell enthält (1.) nationale Policies innerhalb jedes europäischen Landes, (2.) Policies in Hinblick auf die jeweiligen nationalen Grenzen und (3.) Policies, die auf die Effekte des Konfliktendes in Syrien fokussieren. Folgende "Key Performance Indicators (KPIs)" sind zur Szenarienbewertung implementiert:

  • Inflow pro Monat und Land sowie Outflow pro Monat pro Land
  • Netto-Anzahl pro Monat pro Land
  • Akkumulierte Flüchtlingszahlen pro Monat pro Land
  • Akkumulierte Flüchtlingszahlen pro Monat pro Land per Capita
  • Ökonomischer Stress und politische Spannung pro Monat pro Land

Es wurden bislang 32 What-If-Szenarien "under deep uncertainty" bewertet. Für mehr Informationen sehen Sie bitte folgende Kurzbeschreibung.

Für Detail-Informationen sehen Sie bitte folgende Seite

Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG hat eine Umfirmierung in eine GmbH abgeschlossen

(November 2014) Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG hat eine Umfirmierung in eine GmbH abgeschlossen. Geschäftsführer der SAT Strategic Advisors for Transformation GmbH ist Dr. Thomas Arzt. Spezieller Schwerpunkt der Neuausrichtung ist die stategische Umsetzung von Simulationsgestützem Komplexitäts-Management und War Gaming für holistische Risiko-bewertung.

Gurobi Neue Partnerschaft: Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG kündigt den Einsatz des Gurobi Optimizers an, um Kunden die bestmöglichen Optimierungsanwendungen zur Verfügung zu stellen.

(August 2013) Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG in Freiburg freut sich, hiermit die Einführung des Gurobi Optimizers in ihre Tool-Box anzukündigen, um diesen bei der Herstellung von superioren Optimierungslösungen für Kunden zu verwenden.

"Jenseits unserer eigenen Erfahrung mit Gurobis hoch entwickelten Algorithmen und breitgefächerten APIs zeigen viele veröffentlichte Benchmarks und Studien, dass Gurobi der technisch am höchsten entwickelte Solver zur mathematischen Programmierung ist, der aktuell zur Verfügung steht", sagte Dr. Thomas Arzt, CEO der SAT AG. "Gurobis Fokus auf kontinuierliche Verbesserung ist wichtig, da wir uns darauf konzentrieren, unseren Kunden die bestmöglichen Optimierungslösungen anzubieten, und zwar sowohl jetzt als auch in der Zukunft."

"Natürlich war die Optimierungsleistung nicht der einzige Grund, warum wir Gurobi gewählt haben. Wir legen sehr großen Wert darauf, Projekt im Zeit- und Budgetrahmen zu halten. Daher spielte sowohl die gute Dokumentation als auch der direkte Zugriff auf den Support, der mit Optimierungsexperten von Gurobi besetzt ist, eine wichtige Rolle bei unserer Entscheidung für Gurobi."

Die neue Partnerschaft erhöht die weltweite Anzahl von unabhängigen Softwareherstellern (Independent Software Vendors, ISVs), die den Gurobi Optimizer übernehmen, um die Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen, weiter. "ISVs wie die SAT AG sind ein kritischer Teil unseres Geschäftes", sagte Dr. Robert Bixby, CEO und Mitbegründer von Gurobi Optimization, Inc. "Daher bietet unser ISV-Programm flexible Lizenzbedingungen und einen großartigen Support an, der auf die Bedürfnisse von Unternehmen wie der SAT AG abgestimmt ist. Darüberhinaus legen wir darauf Wert, keine Anwendungen anzubieten, die mit denen unserer ISVs konkurrieren; wir sind Partner, kein Wettbewerber, und wir sind sehr zufrieden, dass die SAT AG sich entschieden hat, zum Gurobi Optimizer zu wechseln."

Über die SAT AG

Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG mit Hauptsitz in Freiburg im Breisgau ist ein weltweit operierendes Simulations- und Optimierungsunternehmen, welches das "Simulations- basierte Komplexitätsmanagement" entwickelt hat, sowie die systematische Anwendung von Discrete Event Simulation, System Dynamics, Agent-Based Modeling, und führenden Optimierungstechnologien. Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG, das führende Simulationsunternehmen in Deutschland, wurde von Dr. Thomas Arzt gegründet, der über 30 Jahre Erfahrung in Simulation und Optimierung verfügt.

Über Gurobi Optimization, Inc.

Gurobi (http://www.gurobi.com/de) existiert, um Unternehmen zu helfen, ihre schwierigsten Probleme zu lösen, indem es den besten Optimierungs-Solver, einen erstklassigen Support und ein transparentes Preismodell anbietet. Der Gurobi Optimizer ist ein Solver auf dem neuesten Stand der Technik für lineare Programmierung (LP), quadratische Programmierung (QP), quadratische Constraint-Programmierung (QCP), gemischt-ganzzahlige lineare Programmierung (MILP), gemischt-ganzzahlige quadratische Programmierung (MIQP), und gemischt-ganzzahlige quadratische Constraint-Programmierung (MIQCP). Er wurde von Grund auf entworfen, um moderne Architekturen und Mehrkern-Prozessoren auszunutzen, unter Verwendung der fortschrittlichsten Implementierungen der neuesten Algorithmen. 2008 gegründet, ist der Hauptsitz von Gurobi Optimization in Houston, Texas. Das europäische Büro befindet sich in Bad Homburg, Deutschland.

Weitere Informationen:
Gurobi Optimizer
Gurobi Compute Server
Benchmarks

Neue Publikation von Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow und Dr. Thomas Arzt

(Oktober 2012) Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow, Aufsichtsratsvorsitzender der SAT Strategic Advisors for Transformation AG, und Dr. Thomas Arzt, Vorstand der SAT AG, erläutern in der aktuellen Ausgabe des "CHEManager" (19/2012) die Vorteile des Simulationsgestützten Komplexitäts-Management zur Entscheidungsunterstützung in einer volatilen Welt.

Onlineversion: Unternehmensführung in Zeiten steigender Risiken
pdf Download: Unternehmensführung in Zeiten steigender Risiken

Publikation Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow über Simulationsgestützes Komplexitäts-Management

(September 2012) Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow, Aufsichtsratsvorsitzender der SAT Strategic Advisors for Transformation AG, erläutert in der aktuellen Ausgabe des "CHEManager" (17/2012) die Vorteile von Simulationsgestütztem Komplexitäts-Management.

Onlineversion: Flugsimulator für Manager
pdf Download: Flugsimulator für Manager

SAT Strategic Advisors for Transformation AG jetzt ein Flagship-Supporter des FuturICT-Projektes - Participating Computing für unsere komplexe Welt

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(Juni 2012) Die SAT Strategic Advisors for Transformation AG ist jetzt ein offizieller Unter­stützer der FuturICT-Initiative. FuturICT ist ein visionäres Projekt, das neue Wissen­schafts­para­digmen und Technologien hervor­bringen wird, um unsere vernetzte Welt zu erforschen, besser zu verstehen und zu lenken. Das wird zu komplett neuen Informations- und Kommunikations (IuK) - Technologien anregen, die sozial adaptiv und interaktiv sind und das kollektive Bewusstsein unterstützen. Das ultimative Ziel des FuturICT-Projektes ist es, komplexe, globale und sozial interaktive Systeme zu verstehen und zu steuern, mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und Robustheit. FuturICT wird eine Living Earth Platform aufbauen, eine Simulations-, Visualisierungs- und Partizipations-Plattform, um Entscheidungen von Politikern, Unternehmern und Bürgern zu unterstützen.

Warum brauchen wir FuturICT?
Heute ändern sich Gesellschaft und Technologie mit einer Geschwindigkeit, die oft unsere Kapazität überschreitet, sie zu verstehen und zu steuern. Es scheint, dass wir mehr über das Universum wissen als über unsere Gesellschaft. Daher ist es Zeit, alle verfügbaren Informationsquellen zu nutzen, um soziales und wirtschaftliches Leben auf der Erde zu erforschen und Optionen für eine nachhaltige Zukunft zu analysieren. Wie die jüngste Finanzkrise zeigt, besitzen die Systeme, die wir errichtet haben, um unser Leben zu organisieren, jetzt eine noch nie dagewesene Komplexität und Interdependenz innerhalb ihrer technologischen, sozialen und wirtschaftlichen Komponenten. Diese Komplexität resultiert oft in nicht eingängigen Effekten, die durch positive Rückkopplungen angetrieben werden, die zu domino-artigen Kaskaden von Misserfolgen und Katastrophen führen. Weder bereiten uns die Grundlagen der traditionellen Wissenschaft, noch unsere kollektive Erfahrung von einer einfacheren Vergangenheit adäquat auf unsere Zukunft vor. Es ist einfach unmöglich, komplexe Netzwerke mit konventionellen Werkzeugen zu verstehen und zu steuern. Wir müssen Systeme etablieren, die vorstellbare Ausfälle und Risiken analysieren oder verhindern, und uns erlauben, uns schnell von denjenigen zu erholen, die wir nicht vorhersagen können. Wir benötigen diese Einsicht, um unsere Finanzmärkte zu steuern, aber auch um andere Risiken zu bewältigen, wie Grippe-Pandemien, soziale Unruhen oder kriminelle Netzwerke. Gleichzeitig sehen sich Politiker gegenwärtig mit wichtigen Entscheidungen konfrontiert, wie die generelle Infrastruktur von Diensten zu planen ist, um mit den Anforderungen einer globalisierten Zukunft zurechtzukommen, und dies darüber hinaus in einer nachhaltigen Art und Weise. Vor die gleichen Entscheidungen sehen sich Individuen und Bürger gestellt, die ihr eigenes Leben verbessern möchten. Daher ist jetzt die Zeit für einen Paradigmenwechsel, um von einem Fokus auf die Systemkomponenten und deren Eigenschaften zur Evaluation ihrer Interaktionen zu kommen. Diese Interaktionen sind oft schwer zu messen, aber erzeugen kollektive, aufstrebende Dynamiken, die charakteristisch für stark gekoppelte Systeme sind. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.futurict.eu, die Internet-Seite des FuturICT-Vorschlags.

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Der FuturICT-Vorschlag beabsichtigt, hunderte der besten Wissenschaftler in Europa in einem 10-Jahres-Programm von 1 Mrd. Euro zu vereinen, um das soziale Leben auf der Erde, und alles, worauf sich dieses bezieht, zu erforschen. Der FuturICT-Vorschlag wird historische Durchbrüche produzieren und mächtige neue Wege bereitstellen, um Herausforderungen zu begegnen, die es so schwierig machen, die moderne Welt vorherzusagen, inklusive die Finanzkrise.
Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie bitte info [at] sat-ag.com.

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Davos 2012: Krise, Globalisierung und Komplexität

(Januar 2012) The Great Transformation: Shaping New Models, so lautet das Motto des diesjährigen World Economic Forums in Davos. Klaus Schwab, Mitbegründer und Organisator des Forums, konstatiert eine Weltlage, die sich im kollektiven Burnout bewegt. Das vergangene Jahr vermittelt heute den Eindruck, das globale System sei im Begriff auseinanderzubrechen: Finanz- und Schuldenkrise, Arbeitslosigkeit, politische Lähmung, soziale Ungerechtigkeit, Nahrungsmittel- und Energieknappheit - um nur einige Phänomene zu nennen. Und das scheint erst der Beginn. Wir müssen, so der Grundtenor auf dem Weltwirtschaftsgipfel, nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues Leadershipmodell entwickeln, das in der modernen Welt greift: Leadership, gegründet auf Visionen und Werten. Woher die Visionen und Werte kommen sollen, darauf wurde bislang jedoch keine Antwort gegeben.

Dass die überbordende Komplexität und Volatilität der heutigen Welt einhergeht mit einer weiter steigenden Vernetzung - das bedeutet auch eine extrem hohen Interdependenz einer sich immer mehr globalisierenden Welt -, dies wird den Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft nun langsam klar. Systemisches Denken ist das neue Mantra. Interessanterweise hält im Moment des globalen Burnouts nun Complexity Science in Davos Einzug, propagiert vom renommierten Santa Fe Institute, dem Zentrum für Komplexitätsforschung überhaupt. Insofern könnte Komplexität dieses Jahr zum Topthema des Davoser Gipfels avancieren: Führende Wissenschaftler aus dem Gebiet der Komplexitätsforschung diskutieren mit Politikern und Vorständen über neue Wege zur Modellierung komplex-dynamischer Systeme wie Finanzmärkte und ökonomische Systeme.

Resilience, Widerstandsfähigkeit, ist dabei das Schlüsselwort. Es beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Wie gestalten wir zum Beispiel globale Produktions- und Logistik-Netzwerke angesichts unvorhersehbarer Ereignisse, d.h. externer Schocks? Welche Risiken drohen den globalen Lieferketten angesichts von Ereignissen wie Fukushima oder Überschwemmungen, die neulich in Thailand zur Schließung der Halbleiterproduktion führten? Es könnten in Kürze durch die Sperrung der Strasse von Hormuz die nächsten Störungen ins Haus stehen - wie robust sind weltweite Netzwerke von Lieferketten angesichts eines solchen politischen Ereignisses?

Szenario-Planung und Risk-Management-Modelle im Sinne von War Gaming sind die Antwort auf dramatisch zunehmende Volatilität. Holistisches Management und Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management stellen ganzheitliche Methodik und Unternehmensmodelle (Enterprise Models) zur Verfügung, welche mittels What-If Szenarien auf der strategischen und taktischen Ebene den Einfluß externer und interner Störungen auf das gesamte Geschäftsmodell aufzeigen, also nicht nur globale Supply Chain und Transportnetzwerke bewerten, sondern auch Bereiche robusten Geschäfts wie auch kontra-intuitiver Risiken identifizieren - das ist ganzheitliches Risk Assessment auf der Basis modernster Methoden des Operations Research.

Natur- und Umweltdesaster, geopolitische Unruhen, ökonomische und technologische Veränderungen, Terror oder Piraterie: es läßt sich nicht vorhersagen, wann und wo "Schwarze Schwäne" auftauchen. Von Streitkräften und Zivilschutz erwarten und wissen wir, dass sie durch Planung und Übung auf den Ernstfall vorbereitet sind. Durch den Einsatz von holistischen Unternehmensmodellen und daraus abgeleiteten Business Continuity und Crisis Management Maßnahmen können Vorstand und Management Team ebenfalls adäquat vorbereitet sein und so nachweislich Vorkehrungen treffen, um den Effekt von Störungen und Schocks auf ihr Unternehmen planvoll zu minimieren. So ist der Schutz der anvertrauten Menschen und Güter nicht zuletzt unter Governance-Gesichtspunkten eine professionelle Obliegenheit, besonders die Eigentümer werden auf eine angemessene Sicherung ihrer Interessen auch in Krisensituationen bestehen.

Den Beitrag New Models for Addressing Supply Chain and Transportation Risk finden Sie bitte hier.

Arenasphere 2012

Arenasphere

(Januar 2012) Nach dem großen Erfolg von 2010 findet auch in diesem Jahr wieder das internationale Arena® Anwendertreffen Arenasphere statt. Weltführende Simulationsexperten, Vorträge und Möglichkeiten zum Training mit Arena® erwarten Sie bei diesem wichtigen Ereignis. Für mehr Information und die Registrierung für das Event, klicken Sie bitte das Logo.

Publikation Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow über Intuition und Innovation

(Dezember 2011) Wie entstehen neue Ideen, neue Paradigmen und Visionen? Was sind die Bedingungen für gelungene Innovationen?
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der SAT Strategic Advisors for Transformation AG, Prof. Dr. Erhard Meyer-Galow, hat dazu seine Gedanken zusammengefasst in der Ausgabe 23-24/2011 des CHEManager.
Wie der Prozess der Innovation richtig und nachhaltig zu verstehen ist, finden Sie hier:

Strategische Neuorientierung der SAT AG

(September 2011) Die SAT Simulations- und Automations-Technologie AG hat nun eine strategische Neu­orientierung und den Namenswechsel zur SAT Strategic Advisors for Transformation AG vollzogen. Zweck der Gesellschaft ist die Beratung und Unterstützung der Unternehmensführungen bei der Einführung und Anwendung von Simulationsgestütztem Komplexitäts-Management.

Zusätzlich zu der in den letzten Jahren angewendeten Expertise in der Modellierung und Optimierung führt die SAT Strategic Advisors for Transformation AG jetzt eine vollkommen neue Methodik zur Modellierung und Optimierung komplexer Business-Systeme jeder Art in den Markt ein, die jede Unternehmensleitung auf strategische, taktischer und operativer Ebene mit signifikanten EBIT-Steigerungen zum Einsatz bringen kann.

Comet™ in der Energiewirtschaft

(Mai 2011) Die Comet™-Plattform zeigt sich als ein äußerst wirkungsvolles Werkzeug in der Energiewirtschaft, mit wichtigen Anwendungen beim Entwurf und beim Betrieb von Smart Grids. Im Zusammenhang mit der Integration von erneuerbaren Energien hat sich gezeigt, dass ein Ansatz, der die Technik "Begrenzte Lokale Suche mit Diskrepanzkriterium" unter Einbeziehung von Stromfluss-Simulationen nutzt, die Gleich- oder Wechselstrom-Modelle verwenden, ein effektives Verfahren darstellt, um die Planung der Erweiterung von Kraftwerkskapazitäten und Netzkapazitäten zu kombinieren. Dieses Verfahren wurde bei Planungen zu Kapazitätserweiterungen in den westlichen Vereinigten Staaten verwendet. Die Leistungsfähigkeit von Comet zur mathematischen Programmierung wurde auch bei der strategischen Planung zur Fehlerbehebung oder bei der Erstellung von Krisenplänen zur Anwendung gebracht. Dort wurde Comet™ verwendet, um zu ermitteln, wie Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden können, um die Strombereitstellung wiederherzustellen, wenn Fehlfunktionen oder Betriebsstörungen vorliegen.

bbug

(Mai 2011) Dr. Thomas Arzt, Vorstand der SAT Simulations- und Automations- Technologie AG, hielt in Baden Baden anläßlich des Treffens der Baden Badener Unternehmergespräche, dem führenden Vorstandsnetzwerk in Deutschland, einen Vortrag zum Thema Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management für eine globalisierte Wirtschaft. Die Publikation im Magazin Palais Biron der Baden Badener Unternehmergespräche finden Sie bitte hier.

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Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management in Partnerschaft mit A. T. Kearney

(April 2011) Wir leben in einer Zeit des Paradigmenwechsels, der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt ist. Die Komplexität in und um Unternehmen nimmt dramatisch zu. Datenflut, globale Vernetzung und ständige Marktschwankungen sind wesentliche Treiber. Doch in der Wirtschaft wird immer noch stark "aus dem Bauch" heraus entschieden. Die Folge: unerkannte EBIT-Potentiale und Risiken. Ein völlig neuer und ganzheitlicher Managementansatz macht die unüberschaubare Komplexität beherrschbar; simulationsgestützte Unternehmensteuerung ermöglicht nachhaltige EBIT-Steigerungen von drei bis fünf Prozentpunkten.

Nicht aktiv gesteuerte Komplexität hindert Unternehmen am vollen Ausschöpfen ihres EBIT Potentials. Produktportfolios explodieren, Prozesse und Systeme wachsen zunehmend unkontrolliert und Organisationsstrukturen werden immer komplexer. Die daraus resultierende Komplexität ist meist nicht nur ineffizient, sie hemmt Unternehmen auch daran, ihr volles EBIT-Potential zu realisieren und ihre Wachstumsziele zu erreichen. Zusammen mit A.T. Kearney, dem führenden Beratungsunternehmen im Bereich des strategischen Komplexitäts-Managements, bietet die SAT Simulations- und Automations- Technologie AG eine neue, ganzheitliche Methodik zum "Simulations­gestützten Komplexitäts-Management" an. Wir unterstützen unseren Kunden dabei, die stetig wachsende Komplexität zu kontrollieren und über Silostrukturen hinweg zu optimieren. "Wert-schaffende" Komplexität sollte maximiert und "Wert-vernichtende" Komplexität minimiert werden, um das volle EBIT-Potential auszuschöpfen.

Informationen finden Sie hier (pdf download), unter A. T. Kearney sowie unter Complexity Management.

Eine Publikation in Handelsblatt finden Sie hier.

Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management für die Entscheidungsunter­stützung der Unternehmensführung

(Januar 2010) Es wird immer deutlicher, dass der Zusammenbruch der UdSSR im Jahre 1989, der 11. September 2001 und die Finanzkrise 2008 als Symptome zu sehen sind für einen epochalen Transformationsprozess in eine global vernetzte Welt, den unsere Zeit zu durchschreiten hat. Einige Analytiker sprechen vom größten und tiefgreifendsten Transformationsprozess in der menschlichen Geschichte. Die Historie scheint wieder in ihren „Normalzustand“ zurückgeschwungen zu sein, in den Zustand von Risiko, Unsicherheit und nichtlinearer Dynamik. Freilich sind Phasen höchster Instabilität und Turbulenz gleichzeitig auch Phasen höchster Sensibilität – für nachhaltigen Wandel und Paradigmenwechsel.

Was als Beschäftigung bis heute nur einem exklusiven Kreis von Intellektuellen und Wissenschaftlern vorbehalten war, nämlich ganzheitliches Denken und die Wissenschaft von der Komplexität, ist inzwischen auch von den ökonomischen und politischen Eliten aufgenommen worden. So steht im Executive Summary des World Economic Forum Annual Meeting 2009 in Davos: „(...) Komplexität und Wechselwirkung sind nicht nur charakteristisch für die Globalisierung, sondern auch die Grundlage einer systemischen Krise. Daher müssen zukünftige Lösungsansätze in einer holistischen und interdisziplinären Weise entwickelt werden um (...) einen Rückfall zu vermeiden. (...) Ziel ist es einen holistischen und systemischen Ansatz zu suchen zur Verbesserung des Zustandes der Welt (...)“. Für das Annual Meeting 2010 mit der Zielgebung Improve the State of the World: Rethink, Redesign, Rebuild – The Transformation Continues findet sich ein Jahr später der Satz: „Die Finanzkrise von 2008 und die „Große Rezession“ von 2009 führt zu schwierigen Fragen über die Zukunft der globalen Wirtschaft. Jedoch erlauben uns diese Fragen wichtige Einblicke in ökonomische Wirkzusammenhänge, Führungsdefizite und systemische Risiken, die der Globalisierung innewohnen. Diese Enthüllungen fordern uns auf Geschäftsmodelle, finanzielle Innovationen und Risiko Management neu zu überdenken“.

Mögen die Rettungsversuche und Notoperationen der internationalen Staatengemeinschaft wie auch der Notenbanken, von heute aus gesehen, wichtig und richtig gewesen sein, so könnten sie sich in einer hochkomplexen Welt allenfalls als Stühlerücken auf dem Deck der Titanic entpuppen – was fehlte, ist die ganzheitliche und systemische Sicht in der Krise und die Anwendung der entsprechenden Werkzeuge zum Management von Komplexität. Die heutigen Wirtschafts­wissenschaftler haben sich inzwischen vorwerfen lassen müssen, sie hätten die Krise nicht antizipiert, was auch richtig ist, da sie einem „veralteten Modell“ von Marktdynamik verhaftet waren und das Herannahen extremer Situationen, bedingt beispielsweise durch den Herdentrieb des Menschen, nicht vorhersehen können. Offene Märkte sind jedoch keine quasi-statischen Systeme in der Nähe eines Gleichgewichts, sondern komplex-adaptive Systeme, deren Eigenschaft primär darin besteht, dass Mikroverhalten von Marktteilnehmer ständig neue Strukturen im Makroverhalten der Märkte hervorbringen. Die Finanz- und globale Wirtschaftskrise sind insgesamt dadurch entstanden, daß den Erfordernissen des 21. Jahrhunderts mit der Weltsicht und Methoden des 19. Jahrhunderts begegnet wurde. Obwohl konstituierend für den Aufstieg der Naturwissenschaften in den letzten 300 Jahren kann eine mechanistische Weltsicht - die Welt als Uhrwerk -, auf Determinismus, Kausalität, Reduktionismus, statischem Denken und dem Paradigmen der Normalverteilung gründend, nicht mit der sich anhebenden Dynamik einer sich globalisierenden Welt fertig werden, deren Strukturelemente Nichtlinearität, Evolution, Emergenz, Adaption, Vernetzung (interconnectedness), Rückkopplung und Schwarze Schwäne beinhalten – Alles hängt mit Allem zusammen: hen kai pan, diese Erkenntnis aus der Antike wird heute plötzlich wieder als aktuell erkannt.

Ein neues Denken, eine Vision, ist daher nötig, insbesondere für die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik – und die neuen Methoden und Tools stehen bereit: Die Gartner Group hat in einer gerade veröffentlichten Studie "Top 10 Strategic Technologies for 2010" die Simulation und Optimierung zusammen mit Cloud Computing an die Spitze der Trends gestellt. Dieser Trend findet bei der SAT Simulations- und Automations- Technologie AG seine Anwendung in einer neuen Methodik, die als SAT Simulation-based Complexity Management bezeichnet wird und die der Unternehmens­führung bei strategischen, taktischen und operativen Fragen in einem dynamisch-komplexen Umfeld Navigationshilfen zum ganzheitlichen Management bereitstellen soll.

Unsere neue Methode Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management besteht aus den folgenden drei Stufen:

Komplexitäts-Audit und Assessment im Unternehmen, sodann – je nach Aufgabenstellung – die Modellierung mit Simulationstechniken wie Discrete Event Simulation (DES), Agent-based Modeling (ABM) und System Dynamics (SD) inklusive der Integration von Optimierungsverfahren wie Constraint Programming, Mathematical Programming, Local Search etc. sowie die anschließende Einbettung des Modells in die Kultur des jeweiligen Unternehmens zur täglichen Entscheidungs­unterstützung im ganzheitlichen Change Management. Kernstück unserer Methode ist der neue multi-paradigmen Simulator Simio®, dessen Simulationsengine Discrete Event Simulation, Agent-based Modeling und System Dynamics in einem revolutionären Ansatz integriert. Simio® unterstützt als Simulations-Tool der Zukunft die erfolgreiche Reise in eine Zeit des holistischen Systemdenkens. Mit der Methode Simulationsgestütztes Komplexitäts-Management lassen sich komplex-dynamische Systeme jeder Art effizient analysieren und ihr Verhalten in silico untersuchen. Unternehmensführungen könne dann ihr gesamtes Unternehmen modellieren innerhalb eines „virtuellen Labors“, um neue strategische Entscheidungen für ihr Unternehmen innerhalb ihrer Märkte risikolos auszutesten.

Die Konsequenzen des neuen Denkens, des holistischen Denkens, das heute ansteht, hat der Quantenphysiker und Komplexitätsforscher Heinz Pagels schon 1988 wie folgt charakterisiert: „Ich bin überzeugt, dass diejenigen Nationen und Menschen, die sich die neue Wissenschaft der Komplexität zu eigen machen werden, zu den ökonomischen, kulturellen und politischen Supermächte des nächsten Jahrhunderts aufsteigen werden“.

Für Fragen und technische Detail-Information kontaktieren Sie uns bitte unter info [at] sat-ag.com.

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